Das Glöcklein

Früher, als die Städte noch nicht so gross waren, es noch nicht soviel Verkehr gab und die Häuser noch nicht so hoch waren, wurden Samichlaus und Schmutzli vom Eseli begleitet.

Das Eseli war immer ganz nervös, wenn es die beiden begleiten durfte und freute sich so, dass es herumtollte. Damit beide immer wussten, wo ihr Eseli gerade war, banden sie ihm ein Glöcklein um den Hals. Wenn sie dann zusammen in die Stadt kamen, hörte man das Glöcklein schon von weitem und die Leute wussten, der Samichlaus kommt und freuten sich.

Mit der Zeit änderte sich das. Es gab immer mehr Autos und Menschen in der Stadt. Die Häuser wurden höher und das Eseli hatte immer mehr Angst vor der Stadt. Es gab keinen Platz zum Tollen mehr. Immer kam plötzlich einer daher und sagte: «Sei vorsichtig, das ist gefährlich!»

Der Samichlaus merkte, dass das Eseli immer weniger gerne mit in die Stadt kam und beschloss, dass es am besten zu Hause bleiben solle.

Das nächste Mal gingen Samichlaus und Schmutzli alleine in die Stadt. Aber wo sie auch hin kamen sagten die Leute: «Ja Samichlaus, bist Du schon da, wir haben das Glöcklein gar nicht gehört.»

Er merkte, dass das Glöcklein, das sein Eseli immer um hatte für die Leute zum Zeichen geworden war, dass jetzt der Samichlaus kommt.

Im nächsten Jahr nahm der Schmutzli das Glöcklein mit und unter lustigem Gebimmel gingen er und die Schmutzli in die Stadt. Die Leute freuten sich, denn nun war wieder klar: Das lustige Gebimmel sagte allen: «Der Samichlaus kommt!»

Seither haben Samichlaus und Schmutzli immer ein Glöcklein bei sich.

Hinweis

© Diese Geschichte wurde bearbeitet von der St. Niklausgesellschaft Dietikon.

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